Die Erektile Dysfunktion verstehen

Eine große Zahl von Männern leidet altersbedingt oder aufgrund einer Krankheit an erektiler Dysfunktion. Eine solche Situation bringt vor allem psychische Probleme mit sich. Gefahr für den Körper besteht keine.

Die erektile Dysfunktion betrifft meistens in die Jahre gekommene Männer. Mit dem Alter nimmt der Sexualtrieb ab, hinzu kommen weitere Veränderungen im Organismus. Insgesamt entsteht so zunächst eine verringerte sexuelle Aktivität. Gründe hierfür sind die Verkalkung in den Blutgefäßen, der Bindegewebe-Umbau am Schwellkörper und Venen-Lecks. Hinzu können operations- oder unfallbedingte Nervenschäden kommen, beispielsweise verursacht durch Eingriffe an der Prostata oder am Mastdarm, der Einfluss von Medikamenten, Betablocker oder einem mangelnden Testosteronspiegel von weniger als 15 nmol/l.

Entscheidend ist aber meistens auch die Einflussnahme von Stress. Männer, die unter ständiger Anspannung stehen, privat wie beruflich, sind für die erektile Dysfunktion wesentlich anfälliger als zufrieden-ausgeglichene. Nebenerkrankungen von zu viel Stress, wie Alkoholismus, Schlafmangel, hohe Blutzuckerwerte oder starke Veränderungen im Stoffwechsel, wirken sich ebenso negativ auf die Libido aus.

Die erektile Dysfunktion akzeptieren

Männer, die eine erektile Dysfunktion zu erleiden haben, sind meistens auch von Depressionen, mangelndem Selbstvertrauen und anderen psychischen Störungen betroffen. Dies ist durch das Gefühl bedingt, sich nicht mehr als “richtiger Mann” fühlen zu können, da die Partnerin nicht befriedigt werden kann. Oftmals entstehen durch diesen Komplex mehr Beziehungsprobleme, als durch die Krankheit selbst – der Mann zieht sich zurück und lässt keine Kommunikation über seine Schwäche zu. Dies lässt die Frau in Unsicherheit zurück, erschwert den gemeinsamen Alltag ungemein. Wichtig ist daher, dass ein Mann seine erektile Dysfunktion akzeptieren kann, damit umzugehen und Geschlechtsverkehr neu zu verstehen lernt. So gibt es außer dem Koitus auch noch andere sexuelle Praktiken, die zu beidseitigem Orgasmus führen können und Nähe zulassen. Im Übrigen ist Frauen der mechanische Aspekt der Geschlechtlichkeit meist weniger wichtig, als mit einem fröhlichen, einfühlsamen Mann das Bett und intime Gedanken zu teilen. Eine erektile Dysfunktion muss daher gar keine Schäden mit sich bringen.